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Erwachsenenkohorten

LIFE-Kopf/Halstumoren

Als Kopf-Hals-Tumoren werden Krebserkrankungen von Lippen, Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf zusammengefasst. Diese Tumoren sind zu mehr als 90% Plattenepithelkarzinome (PEC). PEC sind in Deutschland bei Männern die sechsthäufige Krebsart. PEC treten meist assoziiert mit einem Lebensstil auf, der die Risikofaktoren Tabakrauchen und Alkoholkonsum beinhaltet. Ebenso begünstigen aber Expositionen gegenüber Farbstoffen und Stäuben sowie mangelhafte Mundhygiene ihre Entstehung. 

PEC haben trotz heute hoch entwickelter Operationstechniken, moderner Strahlentherapie und neuen Medikamenten eine unverändert schlechte Prognose (5-Jahresüberleben im Mittel nur 42%). Ursachen dafür sind gewebsinfiltrierendes Wachstum, frühzeitige Metastasierung in die Halslymphknoten, häufige Therapieresistenz gegenüber Chemotherapie und hohe Rezidivneigung (Wiederkehr von PEC nach zunächst erfolgreicher Therapie). 

In diesem LIFE-Teilprojekt kooperieren Wissenschaftler der HNO-Klinik und des Instituts für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) mit Arbeitsgruppen der Pathologie, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und der Umweltmedizin mit dem Ziel, über molekularbiologische Untersuchungen der PEC und die Zusammenführung dieser Daten mit klinisch-epidemiologischen Daten der Patienten weitere Risiken und in der Entstehung von PEC beteiligte Mechanismen aufzuklären, da offenbar neben Lebensstil-bedingten Expositionen zusätzliche Faktoren beim Entstehen von PEC beteiligt sind. Dazu gehören auch sexuell übertragbare humane Papillomviren (HPV). HPV kommt eine Rolle in der Entstehung von PEC und dem Verlauf der Erkrankung zu. Auch scheinen genetische Prädispositionen der Patienten zu bestehen. Deshalb wird die Genexpression in ihren Blutzellen untersucht und genomweit nach allelen Polymorphismen gesucht. Um zu klären, ob diese eine höhere Suszeptibilität (Empfänglichkeit) für die Entstehung von PEC bedingen, erfolgen Vergleiche mit Gesunden mit ähnlichen Risiken. Genetische und molekularbiologische Vergleiche der PEC erfolgen auch, um PEC-Subgruppen mit differentem Therapieerfolg und Krankheitsverlauf zu beschreiben. Diesem Zweck dienen auch Untersuchungen des Cytoms (Gesamtheit der weißen Blutzellen). Auch wird in diesem LIFE-Projekt an nicht-invasiver Krebsdiagnostik durch Analyse modifizierter Nukleoside im Urin als potentielle Biomarker für Prognose und Verlauf der Erkrankung an PEC geforscht. Ebenso dienen Seren und Plasma der Patienten der Suche nach Biomarkern.

  • Probandengesuch LIFE-Child

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  • Veranstaltungen

    27.09.2017
    Schulung LIFE Datenportal
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    25.-29.09.2017
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    10.10.2017 monatlich bis Jahresende
    Biobank-Führungen
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  • Pressemeldungen

    11.09.2017
    Übergewicht bei Kindern hängt nicht nur von Erbfaktoren ab. Anzeige der Universität Leipzig
    [Zeit Online]

    30.08.2017
    Wissenschaftler des Leipziger LIFE-Forschungszentrums sind genetischen Faktoren der Krankheitsentstehung auf der Spur
    [PM Uni Leipzig]

    Opens internal link in current windowMedienspiegel

  • Karriere

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