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Presse Veranstaltungen

Leipzig, 09.07.14

PRESSEMITTEILUNG

LIFE – die ersten Ziele sind fast erreicht

Das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen hat seine hoch gesteckten Ziele der ersten Finanzierungsphase fast erreicht. Bis zum Herbst dieses Jahres werden über 10000 Erwachsene und etwa 5000 Kinder und Jugendliche das Studienzentrum besucht und mit der Spende von Daten und Bioproben die Forschung der Universitätsmedizin auf dem Gebiet der Zivilisationserkrankungen aktiv unterstützt haben. Die LIFE-Leipziger Herzstudie hat die Rekrutierung mit  Einschluss des 7000. Probanden im Juni erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun intensiv an der Auswertung der gesammelten Daten. 

Lebensbalance und Gesundheit haben in der heutigen Gesellschaft eine immer größere Bedeutung. Neben Ratgebern über Ernährung und Sport nehmen auch die Informationen über Krankheiten, wie Depression, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen zu, oft jedoch ohne auf die eigentlichen, häufig komplexen Ursachen der Erkrankungen einzugehen.

Genau an dieser Stelle setzen die Fragestellungen des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen (LIFE) der Universität Leipzig an. Ziel der Studie ist, soviel wie möglich Daten zur Gesundheit und zu den Lebensumständen der Bevölkerung zu erhalten. Aus diesem Grund wurde und wird eine große Zahl an Probanden aus allen Teilen der Bevölkerung eingeladen und nach einem standardisierten Programm untersucht. Für die Wissenschaftler besteht der Vorteil der LIFE-Studie in der Vergleichbarkeit der Daten über eine große Anzahl von Teilnehmern und über ein breites Altersspektrum. Dies ermöglicht die Erforschung der Ursachen von Erkrankungen mit Hilfe statistischer Ansätze und Vergleichsdaten von Gesunden und Erkrankten. 

Die erfolgreiche Arbeit des LIFE-Forschungszentrums, die sich auch in der mittlerweile breiten wissenschaftlichen Anerkennung des Projekts widerspiegelt, war Anlass für den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und leitende Mitarbeiter der Stadt das LIFE-Forschungszentrum zu besuchen, sich über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten zu informieren und selbst einige der Untersuchungen wie Allergie-Test, Body-Scanner –Darstellung und Augenuntersuchung zu testen.

Die beteiligten Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin und die Vertreter der Stadt wollen die vorhandenen Kontakte ausbauen und bereits vorhandene Kooperation vertiefen. Die Stadt Leipzig unterstützt das LIFE-Forschungszentrum bereits in unterschiedlicher Weise bei der Rekrutierung der Probanden sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Im abschließenden Gespräch, bei dem auch der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Michael Stumvoll anwesend war, wurden weitere gemeinsame Initiativen zur Verwertung der Ergebnisse des LIFE-Forschungszentrums diskutiert. Es wurde u. a. angeregt einen gemeinsamen Arbeitskreis zu schaffen, um die Fragestellungen der Stadt auf gesundheitspolitischen Gebiet mit den Ergebnissen von LIFE zusammen zu führen.

Die Vielzahl der Erkenntnisse zur Gesundheit der Leipziger Bevölkerung bietet ein enormes Potenzial für die Stadt, deren Gesundheitseinrichtungen und deren Menschen. So ist es beispielsweise möglich detaillierte Angaben zur Häufigkeit bestimmter Erkrankungen in den unterschiedlichen Stadtgebieten zu machen, was gezielte frühzeitige Präventionsmaßnahmen und die Planung von notwendigen Interventionen erlaubt. 

Um die Auswertungen der Ergebnisse voranzutreiben und um Folgeuntersuchungen organisieren zu können, soll das bis Ende 2014 geförderte LIFE Forschungszentrum in eine neue, modular aufgebaute Form der Förderung und Finanzierung übergehen. Neben der intensiven Auswertung der Ergebnisse und dem Transfer der Ergebnisse in die Gesundheitswirtschaft werden neue Projekte mit Partner aus Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt, um Erkrankungen bereits im Frühstadium zu diagnostizieren und damit Prävention und Intervention zu verbessern. 

Ein wichtiges Folgeprojekt des LIFE-Forschungszentrums ist die Beteiligung der Universität Leipzig an der „Nationalen Kohorte“, einem von Bund, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gesellschaft finanzierten Verbundprojekt, welches in den nächsten Jahren 200.000 Einwohner deutschlandweit zu der Entstehung von typischen Volkskrankheiten untersuchen wird. Dazu werden beginnend ab August wiederum 10.000 Leipziger eingeladen und um ihre Teilnahme gebeten.

Parallel dazu werden die LIFE-Studien mit Wiedereinladungskampanien fortgesetzt, um die zeitliche Entwicklung des Gesundheitsprofils der bereits untersuchten Leipziger verfolgen zu können und so die vorhandenen Ergebnisse weiter zu spezifizieren. Hier steht vor allem die LIFE-Child-Studie im Fokus, deren Ziel die jungen Probanden jährlich zu untersuchen, nur mit einer kontinuierlichen Fortsetzung der Rekrutierung in der LIFE-Studienambulanz zu erreichen ist.

 

Kontakt: 

Dr. Matthias Nüchter 
Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen
Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 27, 04103 Leipzig

Telefon (0341) 9716720
Fax       (0341) 9716729 
E-Mail    matthias.nuechter@life.uni-leipzig.de 

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    11.09.2017
    Übergewicht bei Kindern hängt nicht nur von Erbfaktoren ab. Anzeige der Universität Leipzig
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    30.08.2017
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