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Depression

Die Depression gehört zu den häufigsten psychischen Störungen. Etwa 121 Millionen Menschen weltweit sollen betroffen sein, davon akut etwa vier Millionen Deutsche. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrugen die Krankheitskosten durch Depressionen 2008 in Deutschland rund 5,2 Milliarden Euro ("Hohe Kosten durch Demenz und Depression", Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes, 11.08.2010).

Eine Depression ist gekennzeichnet durch eine über längere Zeit (mindestens zwei Wochen) anhaltende grundlose Traurigkeit, Interessen- und Antriebsverlust, Hoffnungslosigkeit und Schuldgefühle. Die Patienten fühlen sich wertlos und tief verzweifelt. Manche verlieren den Appetit, andere wandern umher, von ständiger Unruhe angetrieben. 

Ein besonders alarmierendes Warnsignal sind Suizidgedanken, die häufig in Verbindung mit Depressionen auftreten. Doch auch hinter körperlichen Beschwerden wie dauerhaftem Kopfschmerz, Schwindelgefühl oder Erschöpfung kann sich eine Depression verbergen. Die Volkskrankheit beeinflusst ebenso Herzerkrankungen oder Diabetes negativ. Sie ist in starkem Maß verantwortlich für Verlust an Lebensqualität und produktiver Lebenszeit. Bis 2020 wird Depression in den Industrieländern nach Herz- und Kreislauferkrankungen zur häufigsten Krankheitsursache, prognostiziert die Weltgesundheitsorganisation WHO. 

Depressionen beginnen meist im jungen Erwachsenenalter, selten bei Kindern. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen, dafür werden hormonelle Gründe vermutet – zum Beispiel nach einer Geburt oder in den Wechseljahren. Es gibt auch spezielle Formen wie die "Male Depression", welche besonders Männer um die 50 betrifft und eher atypische Symptome zeigt wie Schmerzen, Aggressivität sowie Alkoholkonsum. Krisen wie der Verlust eines Familienangehörigen können Depressionen zwar beeinflussen, alleiniger Auslöser sind sie aber nicht. Als eine von mehreren Ursachen wird ein Mangel der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin im Gehirn vermutet – sie leiten als "Neurotransmitter" Informationen von einer Nervenzelle zur anderen. Ebenso wirken psychische, soziale und vermutlich genetische Komponenten mit.

Als "minore" oder "unterschwellige" Depressionen werden Krankheitsbilder bezeichnet, welche die Diagnosekriterien einer Depression (noch) nicht erfüllen, doch die psychische Gesundheit und das soziale Leben beeinträchtigen.

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