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Public Relations & Press

22. Juli 2011

Biobanken: Aufklärung erhöht Bereitschaft zur „Biospende“

„Medizinisch-epidemiologische Forschung auf Weltniveau ist heute ohne Biobanken nicht möglich. Trotzdem können sich bislang weite Teile der Bevölkerung unter dem Begriff „Biobank“ wenig vorstellen“, erläutert Prof. Daniel Teupser, verantwortlich für die LIFE-Biobank. So haben zwei Drittel der Europäer noch nie etwas von Biobanken gehört, berichten George Gaskell und Autorenteam (Gaskell G et al. Europeans and Biotechnology in 2010: Winds of Change?, European Commission 2010, S. 60) und nur 10 Prozent derer sind bereit an solchen Vorhaben teilzunehmen.

Mit wachsendem Wissen um Biobanken und deren Zweck wächst auch die Bereitschaft Blut oder Gewebe zu spenden. Und so sind von den 17 Prozent der Europäer, die sich aktiv mit dem Thema beschäftigen, immerhin schon 28 Prozent zur Teilnahme an solchen Projekten bereit. Diesen Trend bestätigen auch die Daten aus den nordeuropäischen Ländern. So haben in Island 80 Prozent bereits von Biobanken gehört, in Schweden sind es 75 Prozent und in Norwegen immerhin noch 65. Dementsprechend hoch ist dort die Bereitschaft, definitiv oder vermutlich, Informationen einer Biobank anzuvertrauen. In Island sind es 93 Prozent, in Norwegen und Schweden 82. Deutschland liegt mit 42 Prozent im hinteren Drittel.

„Dementsprechend wichtig ist es, den Leipzigern klar zu machen, was wir mit LIFE vorhaben. Vertrauen beruht auf Transparenz für unsere Gesundheitsstudie“, ergänzt Ronny Baber, Dipl. Biochemiker, und Koordinator der LIFE-Biobank. „Wir haben für unsere Biobank bereits alles erfüllt, was der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme und im Expertengespräch zwischen Wissenschaftlern, Juristen und Datenschützern am 7. April 2011 in Berlin gefordert hat“, führt Teupser weiter aus. „Das Datenschutzkonzept verhindert Missbrauch. Unsere Mitarbeiter bekommen nur codierte Proben zum Einlagern und haben keinen Zugriff auf persönliche Spenderdaten.“ Jeder Studienteilnehmer wird ausführlich über seine Rechte an den Bioproben aufgeklärt und quittiert dies mit seiner Unterschrift. Die Materialien gehen nur zu Forschungszwecken an LIFE-Kooperationspartner heraus, wenn sichergestellt ist, dass den Proben keine Personen mehr zugeordnet werden können. Somit ist das Konzept zur Biobank bereits jetzt soweit vorausgedacht, dass bei LIFE schon heute allen Erfordernissen einer möglicherweise bevorstehenden gesetzlichen Regelung von Biobanken Rechnung getragen wird.


Lesetipp: Biobanks need publicity, George Gaskell und Herbert Gottweis, NATURE, 10 März 2010, Vol 471, S. 159/160

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